Mit dem offiziellen Ende der ersten UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft (2015–2024) setzen die Vereinten Nationen ihr Engagement fort: Die zweite UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft (2025–2034). Unter dem weiterhin gültigen Leitmotiv Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung sollen bestehende Lücken geschlossen, politische Empfehlungen umgesetzt und die strukturellen Ursachen von Diskriminierung konsequent adressiert werden. Die zweite Dekade betont die Notwendigkeit, langfristige Strategien zu etablieren, um soziale, wirtschaftliche, kulturelle und politische Ausgrenzung wirksam zu bekämpfen.
Besonderer Fokus liegt auf:
der Stärkung der afrodiasporischen Communitys weltweit,
der historischen Aufarbeitung kolonialer Gewalt und Versklavung,
der Förderung von Bildung, wirtschaftlicher Teilhabe und politischem Einfluss,
sowie dem Schutz vor anti-Schwarzem Rassismus in allen gesellschaftlichen Bereichen.
Auch Deutschland ist erneut gefordert, die Erfahrungen der ersten UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft auszuwerten und in eine verbindliche, ressortübergreifende Strategie zu überführen – gemeinsam mit afrodiasporischen Communitys, Menschen afrikanischer Herkunft sowie der Zivilgesellschaft und internationalen Partner*innen.
Die zweite UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft stellt somit nicht nur eine Fortführung, sondern auch eine Vertiefung des politischen Auftrags sowie eine Verstetigung der bislang erzielten Fortschritte dar – mit dem Ziel, eine gerechtere, rassismuskritische und inklusive Gesellschaft zu fördern.