Die Internationale UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft (2015 - 2024) wurde von den Vereinten Nationen unter dem Leitmotiv „Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung“ ausgerufen. Sie verfolgt das Ziel, weltweit auf die spezifischen Herausforderungen und Diskriminierungserfahrungen von Menschen afrikanischer Herkunft aufmerksam zu machen und konkrete Maßnahmen für ihre gesellschaftliche Teilhabe, Gleichstellung und Sichtbarkeit zu fördern.
Ziele: Die Umsetzung der UN-Dekade orientiert sich an drei übergeordneten Handlungsfeldern:
Anerkennung: Sichtbarmachung der Geschichte und Beiträge von Menschen afrikanischer Herkunft – insbesondere im Kontext kolonialer Vergangenheit und postmigrantischer Gegenwart.
Gerechtigkeit: Abbau von strukturellem und institutionellem Rassismus, insbesondere anti-Schwarzem Rassismus, durch rechtliche, politische und bildungspolitische Maßnahmen.
Entwicklung: Förderung von gleichberechtigter Teilhabe in Bildung, Arbeitsmarkt, Kultur und politischer Repräsentation.
Gesellschaftliche Bedeutung: Die UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft bietet einen wichtigen Rahmen für die Auseinandersetzung mit historischer Verantwortung und aktueller Ungleichheit. Sie stärkt zivilgesellschaftliches Engagement und fordert community-basierte Projekte sowie öffentliche Institutionen zu mehr Transparenz, Diversität und Inklusion/Partizipation auf. Darüber hinaus ist die Dekade ein klares Signal: Rassismus ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem – und seine Überwindung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Perspektiven über 2024 hinaus: Obwohl die erste UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft im Jahr 2024 offiziell endete, wird die Arbeit weitergeführt. Der Nachfolgezeitraum – die „UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft“ (2025–2034) – markiert einen neuen Abschnitt im weltweiten Einsatz, um die Bemühungen fortzusetzen und weiterführende Maßnahmen zur Förderung der Rechte und der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen afrikanischer Herkunft umzusetzen.