Wahrnehmung:
Eine intersektionale Wahrnehmung erkennt an, dass Diskriminierung nicht eindimensional verläuft. Menschen erfahren Rassismus, Sexismus, Klassismus, Ableismus usw. oft gleichzeitig und miteinander verwoben. Intersektionalität sensibilisiert dafür, wie sich Machtverhältnisse überschneiden und verstärken.
Haltung:
Eine intersektionale Haltung bedeutet, bewusst eine reflektierte, machtkritische und solidarische Position einzunehmen. Sie basiert auf dem Verständnis, dass soziale Gerechtigkeit erreicht werden kann, wenn Mehrfachdiskriminierung sichtbar gemacht und anerkannt wird.
Handlung:
Intersektionales Handeln setzt diese Perspektive konkret um – z. B. durch politische Maßnahmen, Projekte oder institutionelle Strukturen, die auf Mehrdimensionalität von Diskriminierung reagieren – besonders für mehrfach marginalisierte Gruppen.
Der Abbau von anti-Schwarzem Rassismus (auch im Kontext der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft) ist eng mit dem Ziel der Gleichstellung verknüpft. Ein intersektionaler Ansatz bildet dabei die Grundlage, da Menschen afrikanischer Herkunft häufig Diskriminierung nicht ausschließlich aufgrund ihrer Rassifizierung erfahren, sondern auch aufgrund von Geschlecht, sozialer Herkunft, Religion, sexueller Identität oder Behinderung u.a.
Die Berücksichtigung intersektionaler Dimensionen macht Mehrfachdiskriminierungen sichtbar und erfordert maßgeschneiderte bzw. differenzierte Maßnahmen, die den komplexen Lebensrealitäten gerecht werden. Durch eine solche ganzheitliche Perspektive lassen sich bestehende Strukturen nachhaltig verändern, echte Partizipation fördern und Gerechtigkeit für Schwarze, afrikanische und afrodiasporische Communitys verwirklichen.